Perspektiven
Methoden
Akupunktur
→ www.jcm.co.uk
Dreimal jährlich erscheint “The Journal of Chinese
Medicine”. Einige Artikel des jeweils neuesten Hefts sind
abrufbar.
→ de.wikipedia.org...
Akupunktur bei der 'Wikipedia'.
Chirotherapie
(Manuelle Medizin)
→ www.chiropraktik.ch
Themen zu Chiropraktik und Gesundheit des ”Informationsdienstes für
Chiropraktik in
der Schweiz”.
Eigenbluttherapie
→ de.wikipedia.org...
Ein Artikel der 'Wikipedia'.
Neuraltherapie
→ www.neuraltherapie.at
Die Seite der “Österreichischen Medizinischen Gesellschaft
für
Neuraltherapie und Regulationsforschung”.
Einführung in die
Methode, ihre
Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Geschichte.
→ www.ignh.de
Informationen der "Internationalen Medizinischen Gesellschaft für
Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V."
Pflanzenheilkunde
Link
zur Seite des 'Komitee Forschung Naturmedizin' führt u.a. zu
Heilpflanzen- Dokumentationen und Presseberichten.
Symbioselenkung
→
de.wikipedia.org...
Übersichtsartikel
der Wikipedia' mit weiterführenden Links zur Symbioselenkung bzw.
'Mikrobiologischen Therapie'.
Umweltmedizin
→ www.allum.de
Das überaus informative 'Informationsangebot Allergie, Umwelt und
Gesundheit'.
Die biologische Behandlung der Arthrose
Jürgen
Flügge
Die
biologische Behandlung der Arthrose
1. Aufl. 2002,
brosch., 128 Seiten
Neuauflage in Vorbereitung
I N H A L T
Einführung
Rheumatische Erkrankungen
I.
Gelenke und
Arthrose
Arthrose - eine Begriffsbestimmung
Die wichtigsten Ursachen der Arthrose
Aufbau und Funktion der Gelenke
Das Krankheitsbild der Arthrose
Im Röntgenbild sichtbare Veränderungen arthrotisch
veränderter Gelenke
Symptome der Arthrose im Verlauf der Erkrankung
Augendiagnostische Zeichen bei Arthrose
Die am häufigsten von Arthrose betroffenen Gelenke
(Hüftarthrose, Kniegelenksarthrose, Arthrose der
Fußgelenke,
Arthrose der Wirbelsäule, Arthrose der Schultergelenke,
Arthrose
der kleinen Fingergelenke, Kiefergelenksarthrose)
Die Behandlung der Arthrosen durch die Hochschulmedizin
II.
Wie hilft die
Naturheilkunde ?
Allgemeine Ratschläge (Fasten,
Gemüsebrühe-Fasten,
Diätetik, Obstessig mit Honig)
Die Lehre von der “vegetativen Ermüdung”
des Dr. Hugo Batt
Kohlwickel bei Arthrose der Kniegelenke (Leseprobe siehe
unten)
Heiße Heublumensäcke
Wärmepflaster und Einreibungen mit Capsaicin
Medikamentöse Behandlung (Glucosaminsulfat, Vitamine, Enzyme)
Pflanzenheilkunde und Frischsaftkuren (Leseprobe siehe
unten)
Salbenbehandlungen
Mittel der Homöopathie
Weiterführende naturheilkundliche Therapie, Physikalische
Therapie
und Krankengymnastik
Physikalische Therapie (Massagen, Medizinische Bäder,
krankengymnastische Übungen)
Blutegeltherapie
Synvisc® Injektionslösung
Injektionen mit pflanzlichen Mitteln
Kantharidenpflaster
Weiterführende Adressen und Internet-Links
Leseprobe:
Kohlwickel
bei Arthrose der
Kniegelenke
Der Kohlwickel eignet sich vor allem zur Besserung
arthrotischer Beschwerden des Knies. Voraussetzung für einen
länger anhaltenden Erfolg ist allerdings, daß die
Anlage des
Wickels nur nachts erfolgt und über einen gewissen Zeitraum
konsequent gehandhabt wird. Nach Vorschrift angewendet ist der
Kohlwickel in seiner Wirkung einer Salben- oder Injektionstherapie
ebenbürtig, wenn nicht überlegen.
Wenn sich während der ersten Zeit der
Anwendung
Knieverdickungen sowie ein gespanntes, ziehendes Gefühl
während der Nacht einstellen, ist dies kein Grund, die
Behandlung
abzubrechen. Vielmehr handelt es sich bei diesen Erscheinungen um
Heilreaktionen, die bewußt und positiv im Hinblick auf eine
sich
anbahnende Heilung akzeptiert werden sollten.
Im folgenden erfahren Sie, wie ein Kohlwickel auf richtige Weise
angelegt und entfernt wird:
- Das schmerzende Knie soll über Nacht mit einer ausreichenden
Lage Kohlblätter von allen Seiten bedeckt werden. Der Kohl
sollte
beim Auflegen nicht zu kalt sein. Es eignen sich alle Kohlarten, am
besten ist jedoch Weißkohl. Für jeden Kniewickel
müssen
täglich neue Kohlblätter genommen werden.
- Weil die Mittelrippe der Kohlblätter auf die Haut
drückt,
sollte sie ausgeschnitten werden. Im Anschluß hieran
müssen
die Kohlblätter ausgewalzt werden (mit einem Nudelholz oder
einer
Flasche), damit der Kohlsaft während der Behandlung leichter
aus
dem Blatt in die Haut übertreten kann.
- Vor dem Auflegen der Kohlblätter sollte die Haut
über dem
Knie lauwarm gewaschen werden. Dies verbessert die Hautdurchblutung und
die Aufnahme der wirksamen Substanzen.
- Die Kohlblätter passend auflegen und mit einer in Streifen
geschnittenen alten Strumpfhose gegen Verrutschen sichern.
- Den Kohlverband am nächsten Morgen noch unter der Bettdecke
abnehmen und mit einem abends bereitgelegten Frotteehandtuch das Knie
trocken und warm reiben. Dies ist besonders wichtig. Wenn der
Kohlwickel in der kühleren Umgebungsluft des Zimmers
abgenommen
wird, kann er mehr schaden als nützen !
- Kohlwickel sollen nachts über einen Zeitraum von mindestens
6
Wochen angelegt werden. Nur bei einer derart konsequenten
Durchführung ist ein echter Erfolg zu erwarten. Vier Wochen
Behandlung sind zu wenig. Auch wenn sich eine Besserung schon nach
wenigen Tagen oder Wochen einstellt - erst nach 6 Wochen ist eine
grundlegende, dauerhafte Besserung zu erwarten !
Bei solchen Kohlwickeln sind die Werte der
Harnsäure
im Blut zu beachten. Besteht eine Harnsäureerhöhung
oder gar
eine manifeste Gicht, können Kniebeschwerden auch hierauf
zurückgeführt werden und ein Kohlwickel hat nicht den
erhofften Erfolg. In einem solchen Fall wäre
zusätzlich
diätetisch und / oder medikamentös auf eine Reduktion
hoher
Harnsäurewerte hinzuarbeiten (Verzicht auf Alkohol, v.a. Bier,
Innereien, Hülsenfrüchte; Reduktion des
Körpergewichts,
Bewegung, vermehrt Trinken .....).
Ackerschachtelhalm
(Equisetum
arvense)
Ackerschachtelhalm ist eine auf lehmig-tonigem
Boden in
Kolonien vorkommende kieselsäurehaltige Pflanze. Der hohe
Gehalt
an frei löslicher Kieselsäure macht die Pflanze
einsetzbar
zur Tonisierung des Bindegewebes, also in erster Linie der
Bänder
und Muskeln, aber auch des Gelenkknorpels und der Gelenkinnenhaut
(Synovialis). Traditionell wurde Ackerschachtelhalm zur Blutstillung,
bei schlecht heilenden Wunden und bei brüchigen
Fingernägeln
und Haaren vor allem äußerlich angewendet.
Früher galt
selbst die Tuberkulose als Einsatzgebiet. Bei rheumatischen Beschwerden
kann Ackerschachtelhalm sowohl äußerlich als Wickel,
in Form
eines Teilbades als auch innerlich verwendet werden. Die
bindegewebsverbessernde Kraft dieser Pflanze ist gerade bei innerer
Anwendung enorm. Im Rahmen der Arthrose ist Ackerschachtelhalm
besonders indiziert bei Ödembildung der Beine, wie sie bei
Kniegelenksarthrose im Rahmen des phleboarthrotischen
Symptomenkomplexes (beschrieben auf Seite 46) vorkommen.
Zubereitung
eines
Ackerschachtelhalm-Tees:
Es wird ein Aufguß des Krautes mit kochendem Wasser
hergestellt,
die Droge darf allerdings nicht mitgekocht werden. Man nimmt 1-2
Teelöffel auf 1 Tasse Wasser und trinkt täglich 3-4
Tassen.
Bei Zeitmangel oder Berufstätigkeit empfiehlt es sich, den Tee
morgens für den ganzen Tag zu kochen, eine Tasse frisch zu
trinken
und die restlichen 2 oder 3 Tassen für den Tag in eine
Thermoskanne zu füllen. Ackerschachtelhalmtee sollte
über
mehrere Wochen hinweg getrunken werden, seine Anwendung kann mit dem
auf Seite 97 beschriebenen Auskauen von Wacholderbeeren sehr gut
kombiniert werden. Auch das unten angegebene Teerezept zur besonderen
Therapie überhöhter Harnsäurewerte zeigt,
wie gut sich
Ackerschachtelhalm mit anderen Pflanzen zur Bereitung eines
stoffwechselverbessernden Tees kombinieren läßt.
Wacholder
eignet sich besonders dann zur Behandlung, wenn gleichzeitig hohe
Harnsäurewerte im Blut vorliegen sowie bei neuralgisch-
muskelrheumatischen Beschwerden.
Besonders im dritten Stadium der Arthrose, wenn
entzündliche Akzentuierungen innerhalb des Gelenks zu massiven
Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen,
leistet ein
von Heilpraktiker G. Lindemann als entwässernd und
harnsäureausschwemmend beschriebener Tee gute Dienste. Er
kombiniert in diesem Rezept Ackerschachtelhalm mit einem hochdosierten
Anteil an Brennessel :
Birkenblätter (Fol.
Betulae)
30.0
Brennesselkraut (Hb.
Urticae)
30.0
Ackerschachtelhalm (Hb. Equiseti) 20.0
Goldrute (Hb.
Virgaureae)
20.0
1 Teelöffel pro Tasse, mit kochendem Wasser
überbrühen
und 5 Minuten ziehen lassen.
Ackerschachtelhalm ist ein wesentlicher Dreh- und
Angelpunkt der antidyskratischen, stoffwechselverbessernden
Allgemeintherapie, ohne die jede medikamentöse Spezialtherapie
und
alles Salben und Behandeln nur Stückwerk bleiben wird. Die in
dem
Tee enthaltenen Birkenblätter wirken entwässend.
Goldrute hat
einen leistungssteigernden Effekt auf die Nieren und aufgrund ihres
hohen Anteils an Bioflavonoiden hat diese Pflanze auch einen
günstigen Einfluß auf venöse
Stauungszustände der
Beine (zur weiteren Behandlung dieser Zustände mittels
Blutegeln
und Brennesselanwendungen siehe S. 113 und 98). Daher wird man bei dem
nicht gerade seltenen Zusammentreffen von Krampfadern und
Kniegelenksarthrose vor allem diesen Tee empfehlen können.
Eine
Ichtholan®-Salbenpackung, wie sie auf Seite 107 beschrieben
ist,
sollte diesen Tee äußerlich ergänzen.
Für Arthrosen der Fußgelenke
wie auch der
Finger läßt sich ein einfaches Teilbad
zubereiten: 100
- 200 g Ackerschachtelhalm werden mit 2 Liter Wasser über eine
Stunde gekocht (da es sich um eine äußerliche
Anwendung
handelt, verträgt die Droge in diesem Fall Temperaturen
über
dem Siedepunkt). Im Anschluß wird der eingekochte Sud durch
ein
Sieb in eine Fußbadewanne gegeben, die mit 37 - 38°
warmem
Wasser aufgefüllt wird. Die Wärme des Teilbades
sollte von
den Händen bzw. Füßen gerade eben toleriert
werden.