Perspektiven
Methoden
Akupunktur
→ www.jcm.co.uk
Dreimal jährlich erscheint “The Journal of Chinese
Medicine”. Einige Artikel des jeweils neuesten Hefts sind
abrufbar.
→ de.wikipedia.org...
Akupunktur bei der 'Wikipedia'.
Chirotherapie
(Manuelle Medizin)
→ www.chiropraktik.ch
Themen zu Chiropraktik und Gesundheit des ”Informationsdienstes für
Chiropraktik in
der Schweiz”.
Eigenbluttherapie
→ de.wikipedia.org...
Ein Artikel der 'Wikipedia'.
Neuraltherapie
→ www.neuraltherapie.at
Die Seite der “Österreichischen Medizinischen Gesellschaft
für
Neuraltherapie und Regulationsforschung”.
Einführung in die
Methode, ihre
Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Geschichte.
→ www.ignh.de
Informationen der "Internationalen Medizinischen Gesellschaft für
Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V."
Pflanzenheilkunde
Link
zur Seite des 'Komitee Forschung Naturmedizin' führt u.a. zu
Heilpflanzen- Dokumentationen und Presseberichten.
Symbioselenkung
→
de.wikipedia.org...
Übersichtsartikel
der Wikipedia' mit weiterführenden Links zur Symbioselenkung bzw.
'Mikrobiologischen Therapie'.
Umweltmedizin
→ www.allum.de
Das überaus informative 'Informationsangebot Allergie, Umwelt und
Gesundheit'.
Auge und Innere Medizin
Frank W. Tischendorf (Hrsg.), Carsten H.
Meyer,
Christoph W. Spraul
Auge
und Innere Medizin
| Okuläre
Veränderungen bei systemischen
Erkrankungen
343
Seiten mit 569 Abbildungen, davon 518 farbig, und 109 Tabellen,
gebunden | Schattauer Verlag | 99,- EUR / 153,- CHF (Ladenpreis)

Medizinstudenten, Ärzten, aber
auch Heilpraktikern
ist 'Der
diagnostische Blick'
von Frank W. Tischendorf ein Begriff. Dieser mittlerweile als
Standardwerk zu bezeichnende Bildband zur Blickdiagnostik erschien
erstmals 1964
und liegt jetzt in der 6. Auflage vor.
Das neue Buch von Dr. Tischendorf
übertrifft den
Vorgängerband in Gründlichkeit und
Anschaulichkeit noch. 'Der diagnostische
Blick' stellt die vielfachen äußeren Aspekte
unterschiedlicher Krankheiten vor
(Erytheme, Exantheme, Änderung der Hautfarbe, Ödeme,
Veränderungen der
Mundschleimhaut, der Zunge usw.), 'Auge und Innere Medizin' beschreibt
Zusammenhänge zwischen systemischen Erkrankungen und
Phänomenen am
Auge. Wenn ganze Organsysteme wie Blut, Muskeln oder Bindegewebe
erkrankt sind, kann das Auge nicht unbeteiligt bleiben: so treten
beispielsweise Augensymptome bei Bindegewebserkrankungen deshalb auf,
weil das Auge über die gleichen Bindegewebstypen
verfügt. Die
rechtzeitige Erkennung von
Stoffwechsel-, Skelett- und Bindegewebserkrankungen,
Gefäßleiden usw.
ist von großer Bedeutung und die jeweils typischen Zeichen an
den
Augen
können wegweisend sein und eine frühzeitige Diagnose
und
Therapie
ermöglichen.
Das
Buch wendet sich an Ärzte, wird jedoch auch für
Heilpraktiker
interessant sein und vor allem für Heilpraktiker, die sich mit
der
esoterischen Methode der Augen- oder Irisdiagnose
beschäftigen.
Sie
können es sich - schon aus rechtlichen Gründen - am
allerwenigsten
leisten, etwas klinisch Bedeutsames am Auge zu übersehen. Eine
genaue Kenntnis der Zusammenhänge von systemischen
Erkrankungen
und
Augensymptomen ist gerade für Irisdiagnostiker von
großer
Bedeutung.
Wie
in einem Fachbuch der Inneren Medizin nicht anders zu erwarten, nimmt
der Augenhintergrund, also die Netzhaut, bei der Besprechung der
einzelnen Erkrankungen einen großen Raum ein. Besonders hier
finden
sich oft wegweisende Hinweise für systemische Erkrankungen.
Das
Buch
wird allerdings in diesem Bereich für Irisdiagnostiker
praktisch
weniger nachvollziehbar, da sie ihre Erkenntnisse ja vor allem aus der
Iris, der Sklera und der Augenumgebung beziehen wollen (um den
Augenhintergrund betrachten zu können, bedarf es eines
Augenspiegels
und möglichst pupillenerweiternder Medikamente, die
Heilpraktikern
nicht zur Verfügung stehen).
Die
Augendiagnose wird übrigens in dem gesamten Werk nicht
erwähnt.
Dr. Tischendorf und die anderen Autoren des Buches sprechen stets von
einem “augenklinischen Befund”, niemals von einem augen-
oder
irisdiagnostischen
Befund. Da sie manifeste Erkrankungen besprechen, ist eine solche
Selbstbeschränkung auf eindeutig erwiesene Fakten
verständlich.
Irisdiagnostiker neigen dagegen eher zu einer konstitutionellen
Interpretation von Augenphänomenen. Ihnen geht es eher um die
Erkenntnis von Krankheitsneigungen und weniger um manifeste
Erkrankungen.
Im vorliegenden Buch zeigen sich dennoch
einige
Übereinstimmungen mit den Beobachtungen esoterischer
Irisdiagnostiker:
So beschrieb der bekannte Irisdiagnostiker Josef
Deck
in seinem Buch “Grundlagen der Irisdiagnostik”
(Selbstverlag, etwa
1965)
den Fall einer 49-Jährigen mit heterochromer linker Iris (die
Irisfarbe
weicht dabei sektoral von der übrigen Iris ab), die an
spastischen
Erscheinungen des Kolons leidet. Ihr einziges Kind sei an der
Hirschsprung-Krankheit verstorben. Entsprechend hierzu wird in dem von
Dr.Tischendorf herausgegebenen Buch eine Iris
bicolor
(Irisdiagnostiker würden sagen: sektorale
Heterochromie)
mit einem Morbus Hirschsprung in Verbindung gebracht. Auch eine
traumatisch bedingte Irisverfärbung mit Aufhellung des
Irisstromas
wird
im vorliegenden Buch erwähnt und deckt sich mit einigen
Berichten
des
Irisdiagnostikers Deck über “traumatische
Farbveränderungen
der Iris”
bei Durchschneidungen und Verletzungen des Halssympathikus.
Ein
weiteres Beispiel: im
Abschnitt über die augenklinischen Befunde beim Diabetes
mellitus
stellt der Autor u.a. die Iris von zwei Patienten mit
Gefäßeinsprossungen als Zeichen für eine
diabetische
Retinopathie dar.
Diese beiden Abbildungen lassen auch mehrere in der Irisdiagnostik
immer beachtete rötlich-braune
“Schnupftabakpigmente”
erkennen. Im
Begleittext werden diese Pigmente jedoch vom Autor nicht
erwähnt,
wohl
auch deshalb, weil sie im Vergleich zu den manifesten
Gefäßveränderungen der Netzhaut (und
dementsprechend
der Iris) klinisch nicht bedeutsam sind.
So
kann der aufmerksame und kundige Leser noch manche
übereinstimmende
Beobachtungen von Klinikern und Irisdiagnostikern finden und es bleibt
zu hoffen, daß jede Seite die Anregungen bzw. die
Erkenntnisse
des
jeweils anderen Lagers aufnimmt oder wenigstens einer
Einzelprüfung
unterwirft.
Eingeleitet
wird 'Auge und Innere Medizin' mit einigen Kapiteln zur Anatomie,
Physiologie und Immunologie des Auges. Das Kapitel 'Diagnostische
Leitbefunde bei Erkrankungen des Auges' faßt
äußerlich
sichtbare
Symptome für die Blickdiagnose zusammen.
Auch
Fortschritte in der genetischen Diagnostik werden an entsprechenden
Stellen umfassend berücksichtigt. Da viele der besprochenen
Erkrankungen als vererbbar gelten, liegt es nahe, neuere Erkenntnisse
auf diesem Gebiet zu beschreiben.
'Auge und Innere Medizin' ist ein sehr
aufwendig
ausgestattetes Buch. Eine
große Anzahl von Tabellen sorgt dafür, daß
der
Überblick gewahrt bleibt. Das vorliegende Buch kann schon
jetzt
als ein bedeutender Eckpunkt des
medizinischen Wissens, wenn nicht sogar als Standardwerk bezeichnet
werden. In der Flut der Neuerscheinungen wird dies Buch Bestand haben.
Jürgen
Flügge