Perspektiven
Methoden
Akupunktur
→ www.jcm.co.uk
Dreimal jährlich erscheint “The Journal of Chinese
Medicine”. Einige Artikel des jeweils neuesten Hefts sind
abrufbar.
→ de.wikipedia.org...
Akupunktur bei der 'Wikipedia'.
Chirotherapie
(Manuelle Medizin)
→ www.chiropraktik.ch
Themen zu Chiropraktik und Gesundheit des ”Informationsdienstes für
Chiropraktik in
der Schweiz”.
Eigenbluttherapie
→ de.wikipedia.org...
Ein Artikel der 'Wikipedia'.
Neuraltherapie
→ www.neuraltherapie.at
Die Seite der “Österreichischen Medizinischen Gesellschaft
für
Neuraltherapie und Regulationsforschung”.
Einführung in die
Methode, ihre
Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Geschichte.
→ www.ignh.de
Informationen der "Internationalen Medizinischen Gesellschaft für
Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V."
Pflanzenheilkunde
Link
zur Seite des 'Komitee Forschung Naturmedizin' führt u.a. zu
Heilpflanzen- Dokumentationen und Presseberichten.
Symbioselenkung
→
de.wikipedia.org...
Übersichtsartikel
der Wikipedia' mit weiterführenden Links zur Symbioselenkung bzw.
'Mikrobiologischen Therapie'.
Umweltmedizin
→ www.allum.de
Das überaus informative 'Informationsangebot Allergie, Umwelt und
Gesundheit'.
Hinweis zur Augendiagnose
Seit
etwa
150 Jahren glauben die Anhänger der Irisdiagnostik,
daß
Krankheiten aus
dem Auge und seiner Umgebung zu erkennen sind. Vieles von dem, was
heute das Weltbild der Irisdiagnostiker ausmacht, beruht auf Dogmen,
die in der Frühzeit der Augendiagnose von den prominenten
Gründergestalten ausgedacht wurden. Ignaz v. Péczely (1825-1911) gilt
als Erfinder einer
Topographie der Iris,
deren Zonen
mit den Organen korrespondieren soll. Seit etwa
150 Jahren glauben die Anhänger der Irisdiagnostik,
daß
Krankheiten aus
dem Auge und seiner Umgebung zu erkennen sind. Vieles von dem, was
heute das Weltbild der Irisdiagnostiker ausmacht, beruht auf Dogmen,
die in der Frühzeit der Augendiagnose von den prominenten
Gründergestalten ausgedacht wurden. Ignaz
v. PéczelyLiljequist,
Felke,
Schnabel
und andere führten die Methode fort und bereicherten sie um
weitere
Aspekte. Geschäftstüchtige Irisdeuter erfanden bald
auch
homöopathische
Komplexmittelreihen zur Behandlung der angeblichen oder
tatsächlichen
Krankheitserscheinungen, diese Mittel wurden und werden
eifersüchtig
gegen andere Heilsysteme verteidigt. So gründete Heinrich
Hense
nach dem 1. Weltkrieg die Fa. Truw und ein ganz eigenes System in
Konkurrenz zu Frau
Madaus,
die mit ihren Komplexmitteln
schon etwas länger auf dem Markt war. Hense
zerstritt sich
auch mit Pastor Felke,
dem “Lehmpastor” von Sobernheim, der im Jahr 15.000
Menschen behandelte
und ebenfalls abenteuerliche Thesen zur Irisdiagnostik vertrat. In den
1920er Jahren war besonders das System von Frau
Madaus in
Deutschland sehr beliebt, die Zeitschrift
“Iris-Correspondenz”
verbreitete über Jahre hinweg die Ansichten dieser Bewegung.
Trotz der Langlebigkeit der Irisdiagnose konnte jedoch in
Studien nie
erwiesen werden, daß an der Organzuordnung der Iris und den
angeblich
sich hier abbildenden pathologischen Prozessen “etwas dran
ist”. Im
Gegenteil: Irisdiagnostiker, die sich einer objektiven Prüfung
ihrer
Deutungen unterzogen, sind fast immer gescheitert. Entweder stellten
sie die falschen Diagnosen oder sie stellten so viele Diagnosen,
daß
die richtige mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dabei war. Meist
waren ihre Diagnosen, ganz im Sinne einer konstitutionellen
Herangehensweise, viel zu schwammig, um den Ansprüchen der
Prüfer zu
genügen. In vielen Untersuchungen konnte bereits in der ersten
Hälfte
des vergangenen Jahrhunderts geklärt werden, daß die
Treffsicherheit
der Irisdeuter in Bezug auf die Stellung der richtigen Diagnose nicht
über dem Zufall lag.
Zusammenfassend
läßt sich daher feststellen, daß die
reine Irisdeuterei, die einen bestimmten Organbezug zu konstruierten
Sektoren der Iris herstellen möchte, kläglich
gescheitert ist.
Wenn
trotzdem auf dieser Seite einige Augendiagnose-Bücher
vorgestellt
werden, so liegt das an bestimmten aufmerksamen Beobachtungen und
Schlußfolgerungen, die von Augendiagnostikern gemacht wurden.
Vielleicht bagatellisiert die Medizin hier zu schnell, indem
sie bestimmte Zeichen im Auge leichthin als genetische Varianten abtut.
Vor allem die sehr unterschiedlichen
Gefäßveränderungen
der Sklera,
aber auch die Pigmentphänomene (=”Tophi”)
auf der Iris sollten in
ihren
Zusammenhänge mit systemischen Erkrankungen noch weiter
erforscht
und
beschrieben werden. Es wäre ungerecht, die Augendiagnose in
Bausch
und
Bogen zu verdammen und alle Beobachtungen zu entwerten, die von
gewissenhaften Augendiagnostikern gemacht wurden.
Das im Oktober 2003
neu
erschienene Buch
Auge
und Innere Medizin (herausgegeben
vonFrank
W. Tischendorf, der auch hinter dem Standardwerk “Der
diagnostische
Blick” steht) zeigt,
daß die im Auge erkennbaren Phänomene auch in der
normalen
Medizin zur
Diagnose innerer und systemischer Erkrankungen beitragen
können.
Die
erwähnten Gefäßerscheinungen der Sklera
nehmen in
diesem Buch einen
weiten Raum ein.