Elbvertiefung

Last updated on 1. Januar 2020

Glückstadt – Hamburg

Ewer versorgten Hamburg zu einem großen Teil mit Ziegeln und Zement sowie Dingen des täglichen Lebens wie Obst, Gemüse und Käse. Man sagt, die Palette der Güter habe von A bis Z gereicht, von Apfel bis Ziegelstein. Sicher war es auch optisch ein Reiz, den vielen kleinen Schiffen auf der Elbe mit ihren typischen braunen Segeln zuzusehen.

Die lokale Wasserwirtschaft, von einem Ufer zum anderen und aus den Marschgebieten in die Stadt Hamburg, ist Vergangenheit. Heute deutet nichts mehr darauf hin, daß die Elbe in ihrem Unterlauf noch vor 100 Jahren die Großstadt Hamburg ernährt hat wie eine Amme das Kind. Wenn von „Mutter Elbe“ die Rede ist, kann man das in übertragenem Sinne fast wörtlich nehmen, weil angefangen bei Kohl und Käse aus Dithmarschen über Gemüse aus den Vierlanden und Obst aus dem Alten Land fast die gesamte Palette der damaligen Bedürfnisse abgedeckt wurde. Und das meiste landete in den Markthallen der großen Hansestadt, von wo es seinen Weg zu den Hökern und Händlern in den Gassen fand.

  • 00:35 Glückstadt
  • 02:12 Fortsetzung der Fahrt auf der linken Elbseite
  • 04:00 Krautsand
  • 04:50 Zunehmende kulturelle Raffinesse bei den zu Reichtum gekommenen Bauern
  • 06:25 Ewer
  • 06:58 Interview mit Herrn Merckens von der Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe http://www.maritime-elbe.de/
  • 08:50 Elbvertiefung und Globalisierung
  • 10:21 Exkurs Jadeport
  • 12:11 Wasserreinheit
  • 14:08 Die Festung Grauerort https://www.grauerort.com/festung/
  • 16:38 Ziegeleien entlang der Unterelbe
  • 17:34 Die Havarie des „Lotsenschoner Nr. 5 Elbe“
  • 19:22 Menschliches Versagen
  • 20:39 Die Torheit der Regierenden https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Torheit_der_Regierenden
  • 21:47 Übersetzen nach Hamburg
  • 22:29 Der Alte Schwede
  • 23:50 Heinrich Heine
  • 24:26 Friedrich Gottlieb Klopstock
  • 25:20 Interview mit Joachim Schrecker
  • 26:45 Der Elbschwanenorden und die Entwicklung Hamburgs zur Pressestadt
  • 28:23 Cholera / Wasserkunst Kaltehofe
  • 30:08 Yoga als Massenkult
  • 33:10 Schöngeister
  • 35:25 „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“

Ein Tip für Hamburg-Touristen…

Der Hamburger Hafen, noch bis ins vorletzte Jahrhundert ein chaotisches Labyrinth von Inseln, Sandbänken und einfachen Hafenanlagen, ist heute ein von der Port Authority penibel gemanagter Wirtschaftsraum. Künstlerischer Ausdruck oder spontane Freiheit auf dem Wasser werden höchstens noch in Nischen zugestanden.

Eine solche findet sich im Museumshafen Finkenwerder, wo mit dem restaurierten und funktionstüchtigen Kunstbagger „Ilmenau“ zum einen die Hafentechnik der 50er Jahre erlebbar wird, zum anderen ein Begegnungsort für die Kunst entstanden ist. Das von Sabine Eisbrenner getragene Projekt eröffnet Einblicke in die Hafengeschichte, wie man sie bei 08/15-Hafenrundfahrten niemals bekommt.

Man nehme: den Bus 150 aus Richtung Altona (Bahnhof) bis Haltestelle „Steendiek“ oder die HVV-Fähre 62 ab St. Pauli Landungsbrücken bis Finkenwerder Landungsbrücken und frage sich zum Museumshafen Finkenwerder durch.

www.kunstbagger.de

Kunstbagger Finkenwerder
previous arrow
next arrow
Slider

Alter Elbtunnel in Hamburg

Elbtunnelröhre Mitte der 50er Jahre.
1958 diente der Elbtunnel zwischen St. Pauli Landungsbrücken und Steinwerder noch fast ausschließlich als Arbeitsweg und dem Transport von Waren.
Elbtunnel 2019
Die restaurierte Oströhre im Jahr 2019. Abgekämpfte Werftarbeiter sind Touristen und Fahrradausflüglern gewichen.

Landungsbrücken in Hamburg

Die neue Uferpromenade in Hamburg, Das Architekturbüro Zaha Hadid hat die neuen Freitreppen zu beiden Seiten der erhöhten Hochwasserschutzanlage entworfen. Der Integrierte Bewirtschaftungsplan Elbeästuar in Hamburger Stadtgebiet feierte diese halbgare architektonische Lösung, die wie ein perfektes Implantat in einem alternden Gebiss wirkt, 2008 mit folgenden Worten: „Die Uferbefestigung bleibt (…) durch Mauern verbaut, durch großzügige Treppenanlagen wird die Promenade jedoch weiter ans Wasser geführt und das Hafenleben für Passanten und Touristen erlebbarer gemacht.“

Die neue Uferpromenade in Hamburg, Architektin war Zaha Hadid.

Das „Mühlenberger Loch“

Der geheimnisvolle Charakter ursprünglicher Elb-Biotope weicht zunehmend industriellen und hafentechnischen Anlagen. Ganze Dörfer musten schon weichen, um Platz für neue Hafenanlagen zu schaffen. Das Mühlenberger Loch als eines der größten Süßwasserwattflächen Europas wurde durch die Erweiterung des Airbus-Werks um ein Fünftel dezimiert. Unten der Blick zur anderen Elbseite hin, nach Hamburg-Blankenese. Man erkennt sehr schön die Bedeutung des Mühlenberger Lochs bei Ebbe als Ruheraum von teilweise auch seltenen Vogelarten.

Mühlenberger Loch
Das Mühlenberger Loch, im Hintergrund die Airbus-Fabrik.
Mühlenberger Loch
Vierlande
Brücke in den Vierlanden, wenige Kilometer östlich des Stadtzentrums von Hamburg.
Elbaufwärts Verfasst von:

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar