Perspektiven
Methoden
Akupunktur
→ www.jcm.co.uk
Dreimal jährlich erscheint “The Journal of Chinese
Medicine”. Einige Artikel des jeweils neuesten Hefts sind
abrufbar.
→ de.wikipedia.org...
Akupunktur bei der 'Wikipedia'.
Chirotherapie
(Manuelle Medizin)
→ www.chiropraktik.ch
Themen zu Chiropraktik und Gesundheit des ”Informationsdienstes für
Chiropraktik in
der Schweiz”.
Eigenbluttherapie
→ de.wikipedia.org...
Ein Artikel der 'Wikipedia'.
Neuraltherapie
→ www.neuraltherapie.at
Die Seite der “Österreichischen Medizinischen Gesellschaft
für
Neuraltherapie und Regulationsforschung”.
Einführung in die
Methode, ihre
Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Geschichte.
→ www.ignh.de
Informationen der "Internationalen Medizinischen Gesellschaft für
Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V."
Pflanzenheilkunde
Link
zur Seite des 'Komitee Forschung Naturmedizin' führt u.a. zu
Heilpflanzen- Dokumentationen und Presseberichten.
Symbioselenkung
→
de.wikipedia.org...
Übersichtsartikel
der Wikipedia' mit weiterführenden Links zur Symbioselenkung bzw.
'Mikrobiologischen Therapie'.
Umweltmedizin
→ www.allum.de
Das überaus informative 'Informationsangebot Allergie, Umwelt und
Gesundheit'.
Phytotherapeutische Kombinations- und Komplexmittel bei bronchopulmonalen Erkrankungen
Die broncho-pulmonalen
Erkrankungen
werden uns ja spätestens in der kalten Jahreszeit wieder
ausgiebig
beschäftigen, und so war es sicher ein richtig
gewählter
Zeitpunkt, in diesem mäßig temperierten Sommer die
Grundlagen für die Arbeit der nächsten Monate zu
festigen. Am
8. Juli 2000 kamen Joseph Karl, seit über 45 Jahren Jahren
Heilpraktiker in München, und seine Frau Marion v.
Schoenaich-Carolath Karl nach Norderstedt bei Hamburg. Eingeladen hatte
die Firma Infirmarius-Rovit.
Joseph
Karl legte den Schwerpunkt
seiner Vorträge auf die Möglichkeiten der
Phytotherapie,
während seine Frau viele Beispiele aus der Augendiagnose
beisteuerte und Therapiemöglichkeiten vor allem auf dem Gebiet
der
Komplexhomöopathie sah, wie sie von der Firma
Infirmarius-Rovit
angeboten wird.
Mit
der Ansicht, daß man
Wesentliches oft vergesse, daß “man sich immer
wieder an
das Wesentliche erinnern“ müsse, betonte Joseph Karl
wieder
einmal die Notwendigkeit der Beachtung der Grundlagen des
Heilpraktikerstandes.
Ihm
zufolge gibt es drei
wesentliche Faktoren der Krankheitsentstehung, die bei der
täglichen Arbeit mit dem Patienten nicht aus dem Auge verloren
werden dürfen: 1. die Ernährung, 2. der chronische
Herd, der
Fokus, von dem der Referent sagt, daß es sich bei ihm um eine
ständige Belastung handle, um einen
“Ermüdungsfaktor,
der zwangsläufig zur Katastrophe führt” und
3. die
Psyche. Um sich mit der Psyche qualifiziert zu beschäftigen,
braucht es jedoch nach Ansicht des Referenten mehr Erfahrung auf diesem
Gebiet. Die Psychotherapie sei nicht die Domäne der
Heilpraktiker,
noch weniger die Esoterik, deren Ausübung sogar unseren
Untergang
als Berufsstand bedeuten könne, zumal wenn die
ursprüngliche
Naturheilkunde, auf die sich Heilpraktiker immer berufen haben, nicht
mehr sicher beherrscht wird.
Eins
der Lieblingsthemen des
Referenten, der chronische Herd, wurde auch auf dieser Veranstaltung
wieder ausführlich gewürdigt. Von der Empfehlung zum
Zähneziehen sei man in der Vergangenheit teilweise wieder
abgekommen, weil der Erfolg sich nicht immer eingestellt habe. Eine
Ausnahme stellen jedoch diejenigen Zahnruinen dar, die den Sinus
maxillaris tangieren. Als weitere mögliche Foci gelten
Tonsillen,
Nebenhöhlen und der Darm. Insbesondere auf die Therapie der
Nebenhöhlenentzündungen ging Joseph Karl mit
nachfolgender
Lymphtherapie genauer ein:
1
| Infi-Lymphect Tbl. seien zu
verordnen: 5 x 1-2 lutschen
2
| Infi-Myosotis-Inj.1 ml Nr.V/X
- 1-2 Ampullen an den bewährten 3 Erwärmer 15 rechts
und
links injizieren
3
| Das fast in Vergessenheit
geratene Rödern (Mandelabsaugen) muß wieder mehr
beachtet
werden. Es könne auch mit
“Neural-Injektion”
(Infirmarius-Rovit) die Mandelpole abgespritzt werden. Eine
große
Kanüle sei hierbei angebracht (an dieser Stelle kam es zum
typischen erheiternden “Streit” mit seiner Frau,
die auf
20er Kanülen bestand). Diese Injektion sei zwar nicht gerade
angenehm, jedoch würden die chronischen Tonsillitiden und
Seitenstranganginen eine Sinusitis unterhalten.
4
| Zur Abwehrsteigerung Eigenblut
mit Infi-Echinacea Inj. 5 ml Amp. injizieren, 10 Ampullen seien
insgesamt zu rezeptieren.
Ein
“handfestes
Entgiftungsprogramm für die Tonsillen und die
Nebenhöhlen” über Leber-Niere-Lymphe sei
notwendig: am
1. Tag 1 Ampulle Infihepan-Inj., am 2. Tag 1 Ampulle Infi-Cantharis, am
3. Tag 1 Ampulle Infi-Myosotis trinken lassen (im gleichen Rhythmus 30
Tage lang einnehmen lassen, die Ampullenlösung mit etwas
Wasser im
Mund gut einspeicheln).
Frau
v. Schoenaich-Carolath Karl
gab im Rahmen einer Diaserie zu verschiedenen Augenpaaren wiederum
brauchbare Tips zur Diagnose und Therapie. Eine vernünftige
Therapie bei Bronchitiden im Kindesalter schlägt um so
schneller
an, wenn der Husten nicht schon mehrmals vom Arzt mit Antibiotika
anbehandelt wurde, denn dann “tut man sich
schwerer” (womit
der Patient gemeint ist, aber auch der Behandler). Frau Carolath-Karl
verwies auf verschiedene Strukturzeichen im Auge, die zu Bronchitiden
disponieren würden: Tangentialgefäße im
Bronchiensektor
der Iriden, Abdunklungen der Hautzone und auch des Lungensektors. In
einer zeichenarmen Iris muß auch auf kleine Zeichen geachtet
werden. Im Gegensatz zu den frustranen Versuchen der Mediziner,
insbesondere jüngere Patienten mit chronischer Bronchitis
mittels
Antibiotika zu kurieren, würden diese deutlich von einer
Eigenblutinjektion profitieren, die zweimal jährlich, im
Frühjahr und Herbst, durchgeführt wird. Folgende
Mittel
werden dem Eigenblut zugemischt: Infi-Myosotisnj, Infi-Eupatorium-Inj.
und Infi Drosera-Inj. Vor allem die chronische Bronchitis der Kinder
ließe sich auf diese Weise in den Griff bekommen, auch beim
Asthma bronchiale sei eine Besserung zu erwarten.
Bei
der Neurodermitis angelangt,
erklärte Frau Schoenaich-Carolath Karl in erster Linie die
Kuhmilch für verantwortlich. Meist sei schon eine deutliche
Besserung zu beobachten, wenn die lymphbelastende Milch weggelassen
würde bzw. durch Schafs- oder Ziegenmilch ersetzt wird.
Ziegenmilch sei allerdings nicht optimal, da sie kaum Folsäure
enthalte. Erst wenn sich auf diese Weise keine Besserung erzielen
läßt, sei eine spätere Bioresonanztestung
zur
Klärung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc. zu
empfehlen. Auch chronische Bronchitiden profitieren von einer
milchfreien Diät. Der Entschluß zu dieser
Kostumstellung
fällt um so leichter, wenn man weiß, daß
das Kalzium
der Milch aufgrund des gleichzeitig hohen Phosphorgehaltes nicht
vernünftig verwertet werden kann.
“Osspulvit” oder
“Neukönigsfelder Mineralstofftabletten”
könnten
den mangelnden Kalk ersetzen. Auch der weit verbreitete Heuschnupfen
sei nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: “Asthmatiker
haben
früher mit einem Heuschnupfen angefangen. Da haben wir eine
große Verantwortung”. Hier helfe Meersalzspray in
die Nase
und nachfolgend Vaseline sowie z.B. Luffa Tbl. von Nestmann. Wenn die
Sinus mitbetroffen sind, gebe man Infi-Arsenicum Tbl.
Während
und nach Infekten sei
es notwendig, den Urin zu testen. Auch zwei Wochen nach einem Infekt
sei dies anzuraten, vor allem um eine Mitbeteiligung der Nieren und des
Herzens ausschließen zu können. Frau v.
Schoenaich-Carolath
Karl betonte, daß viele ca. 50-jährige
“nach einer
Grippe nicht auf die Füße kommen, weil man das Herz
nicht
beachtet”. Hier seien Infi-Camphora Tropfen angebracht.
Joseph
Karl ging
schließlich noch auf die Therapie der chronischen Bronchitis
älterer Menschen ein. Diese müsse auch mit
Herzmitteln
behandelt werden, z.B. mit “Roth`s Rotacard”. Auch
eine
zusätzliche “massive Glykosidgabe” sei
eventuell
notwendig, weil jede chronische Bronchitis älterer Menschen in
eine Herzinsuffizienz rutschen könne. Er verband diesen
Vorschlag
mit einer Kritik an der “amerikanischen Tendenz in der
Herztherapie”, nur noch Diuretika zu geben, wenn die
Herzleistung
nicht mehr ausreicht, um der Peripherie das Wasser zu entziehen. Der
hierbei entstehende Verlust an Elektrolyten sei der Grund für
den
folgenden möglichen Zusammenbruch des Kreislaufs. Joseph Karl
ging
auch auf die Notwendigkeit der Auskultation und Palpation bei
Bronchialerkrankungen ein und erläuterte diese Untersuchungen
eingehend. Diagnosen ließen sich nicht allein aus dem
klinischen
Befund stellen.
Besonders
herausgestellt wurden im
Rahmen der chronischen Bronchialerkrankungen die Präparate
Infi-Lymphect Tbl. und Roth`s RKT-Tropfen. Um das Abhusten zu
erleichtern, wurden folgende Rezepte genannt:
Rp.
Ol. eucalypti 30.0 1
Teelöffel auf 2 Liter kochendes Wasser pro Inhalation (nicht
bei
Schwindel und Bluthochdruck).
Oder:
Ol. salviae aeth., Ol. Thymi
aeth., Ol. Eucalypti aeth. aa ad 50.0 -/- M.S. 30-50 gtt. pro
inhalationem.
Oder:
Tct. Pimpinellae 30.0, Extr.
Thymi fluid. 20.0, Sirup. Foeniculi ad 250.0 -/- M.S. 5 x 1 TL.
Weiterhin:
Radix Liquiritiae conc
30.0 -/- S. 4-6 x 3 Stückchen kauen.
Das
Präparat “Roth`s
Ropulmin” enthalte u.a. Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
in
Urtinktur. Diese Heilpflanze sei in der Homöopathie positiv
monographiert und eigne sich besonders bei Bronchialerkrankungen und
zur Nachbehandlung.
Beide
Heilpraktiker
beschäftigten sich auf ihre Weise mit der "tuberkulinischen
Diathese", die heute einen wesentlichen Anteil an der zunehmenden
Allergiebereitschaft trägt. Sie stellt die Grundlage
für
bestimmte Reaktionsweisen des Organismus dar, die als Sinusitis,
Laryngitis, Tonsillitis oder Bronchitis, also insgesamt
Schleimhautreaktionen, bezeichnet werden. Joseph Karl erwähnte
noch einmal das Rezept für den bekannten
“Kieseltee”:
Schachtelhalm 75.0, Ockergelber Hohlzahn 50.0 und
Vogelknöterich
100.0: 2 Eßlöffel der Teemischung in 1/2 Liter
kaltem Wasser
für 4-6 Stunden einweichen lassen, 5 Minuten mit Deckel
köcheln lassen. Auch Umckaloabo und der Salbeigamander
(Teucrium
scorodonia) seien bei der tuberkulinischen Diathese angebracht.
Frau
v. Schoenaich-Carolath Karl
betonte, daß das tuberkuline Element “heute in die
Allergien mutiert, zusätzlich zu den Umweltgiften”.
Dieser
Tag bot die
Möglichkeit, an der Erfahrung zweier langjähriger
Kollegen
teilzuhaben und sinnvolle Therapiemaßnahmen zu
übernehmen.
Die von der Firma Infirmarius-Rovit für die Veranstaltung
erhobene
Teilnahmegebühr von 40,- DM incl. Kaffee und Mittagessen war
moderat. Der relativ kleine Kreis von etwa 50 Teilnehmern entsprach
jedoch leider nicht der Bedeutung der Vorträge. Es ist kaum
vorstellbar, daß es an diesem Wochenende in weiterem Umkreis
interessantere Vorträge zu hören gab, so
daß die Frage
offen bleibt, weshalb so wenige Kolleginnen und Kollegen die
Gelegenheit nutzten, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Jürgen
Flügge