Perspektiven
Methoden
Akupunktur
→ www.jcm.co.uk
Dreimal jährlich erscheint “The Journal of Chinese
Medicine”. Einige Artikel des jeweils neuesten Hefts sind
abrufbar.
→ de.wikipedia.org...
Akupunktur bei der 'Wikipedia'.
Chirotherapie
(Manuelle Medizin)
→ www.chiropraktik.ch
Themen zu Chiropraktik und Gesundheit des ”Informationsdienstes für
Chiropraktik in
der Schweiz”.
Eigenbluttherapie
→ de.wikipedia.org...
Ein Artikel der 'Wikipedia'.
Neuraltherapie
→ www.neuraltherapie.at
Die Seite der “Österreichischen Medizinischen Gesellschaft
für
Neuraltherapie und Regulationsforschung”.
Einführung in die
Methode, ihre
Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Geschichte.
→ www.ignh.de
Informationen der "Internationalen Medizinischen Gesellschaft für
Neuraltherapie nach Huneke Regulationstherapie e.V."
Pflanzenheilkunde
Link
zur Seite des 'Komitee Forschung Naturmedizin' führt u.a. zu
Heilpflanzen- Dokumentationen und Presseberichten.
Symbioselenkung
→
de.wikipedia.org...
Übersichtsartikel
der Wikipedia' mit weiterführenden Links zur Symbioselenkung bzw.
'Mikrobiologischen Therapie'.
Umweltmedizin
→ www.allum.de
Das überaus informative 'Informationsangebot Allergie, Umwelt und
Gesundheit'.
Mikroökologie des Darms
Gero Beckmann; Andreas Rüffer
Mikroökologie
des Darms: Grundlagen, Diagnostik,
Therapie
446 Seiten, Hannover,
Schlütersche,
2000 ISBN
3-87706-521-X

Daß
Darmgesundheit für den Verbraucher
ein
Thema
geworden ist, zeigen die Umsatzrekorde bei den mikrobiell
angereicherten Supermarkt-Milchprodukten, den Joghurts, Kefirprodukten
und Sauermilchprodukten. Nachdem die
“Light”-Strategie Mitte der 90er
Jahre im Abklingbecken der Marketingstrategen gelandet war, macht sich
mit den probiotischen Nahrungsergänzungsmitteln seit einiger
Zeit
ein weiterer,
nachhaltiger
Trend bemerkbar. Um Probiotika im Sinne einer gesundheitlichen
Prophylaxe einzusetzen, reicht es jedoch offensichtlich nicht aus,
diese Produkte aus
dem Supermarktregal zu konsumieren.
Die
Autoren des Buches, Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied des Labors
L+S AG in
Süddeutschland, haben für die Praxis ein umfassendes
Lehrbuch
der
Mikroökologie des Darms geschrieben, ohne alten Wein in
neue
Schläuche zu füllen. Sie erwähnen auch
seltene und sogar
exotische
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, ohne den Blick für die
heute
wesentlichen Abweichungen der Magen-Darm-Ökologie zu
verlieren.
Sie
beschreiben die möglichen Störungen, angefangen bei
Diarrhoe
und
Obstipation über das so verbreitete Reizdarm-Syndrom, die
chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Karzinome des
Verdauungstraktes, Overgrowth-Syndrom usw. Die an diesen Erkrankungen
mitbeteiligten pathogenen Bakterien und Parasiten werden vorgestellt
und eine Rückkehr zur normalen Darmflora mit den Methoden der
mikrobiologischen Therapie angestrebt.
Der
Abschnitt über Parasitologie und meldepflichtige
Entreropathogene
nimmt
einen großen Teil des Buches in Anspruch: fast 100 der
insgesamt
380 Seiten befassen sich mit diesem sicherlich wichtigen Teilgebiet.
Zum
Durchlesen ist dieser Abschnitt bisweilen etwas trocken geraten. Er
wird den Behandler aber nicht in Stich lassen, wenn ein Patient vor
kurzem von einer Fernreise zurückgekehrt ist und
“Souvenirs” im
Darm
anzunehmen sind.
Ein
weiterer Abschnitt befaßt sich mit der in Frage kommenden
Labordiagnostik. Hier schreiben Spezialisten, ohne allzu weit in ihre
Fachsprache zu driften. Die 'Hinweise zur Aussagekraft'
der jeweils angegebenen Laborparameter machen verständlich,
wie
wichtig eine differenzierte
Beurteilung der Befunde ist. Immer wieder weisen die Autoren darauf
hin, daß vereinfachte, schematisierte
Laborbefund-Interpretationen zu
keinen brauchbaren Ergebnissen führen. Die von vielen Labors
benutzten
computergenerierten Standardprogramme, die aus den Befunden die
Diagnose automatisch herausinterpretieren, seien zu verwerfen.
Vielmehr komme es in der mikrobiologischen Diagnostik darauf an,
Klinik, Anamnese und Laborbefunde miteinander zu verknüpfen.
Anschaulich wird dies, wenn man die Überlegungen der Autoren
zur
möglichen Interpretation eines Clostridienbefundes durchliest.
Für den
Leser und Behandler sind dies nützliche
Trockenübungen.
Den
alten Mythen der Symbioselenkung wird hier gründlich auf den
Zahn
gefühlt. Z.B. stelle der so beliebte Begriff der
“Dysbakterie”
keine
“eigenständige Entität” dar (S.
280), sondern sei “eine
Reaktion auf
eine wie auch immer geartete Grundstörung”, der auf
den Grund zu
gehen
sei, mittels umfassender Diagnostik, versteht sich - nicht nur aufgrund
einer Liste von Laborbefunden. Einfache, schematische Lösungen
können
eben im komplexen Bereich der intestinalen Mikroökologie nicht
erwartet
werden.
Dafür,
daß die Autoren ja eigentlich als Mitarbeiter ihres Labors
“pro
domo”
sprechen, haben sie auf souveräne Weise ein sehr objektives
Werk
verfaßt, das sicherlich als Eckpfeiler dieser Fachliteratur
Bestand
haben wird.
Jürgen
Flügge