Perspektiven



Methoden

Akupunktur

www.jcm.co.uk
Dreimal jährlich erscheint “The Journal of Chinese Medicine”. Einige Artikel des jeweils neuesten Hefts sind abrufbar.
de.wikipedia.org...
Akupunktur bei der 'Wikipedia'.

Chirotherapie
(Manuelle Medizin)

www.chiropraktik.ch
Themen zu Chiropraktik und Gesundheit des ”Informationsdienstes für Chiropraktik in der Schweiz”.

Eigenbluttherapie

→ de.wikipedia.org...
Ein Artikel der 'Wikipedia'.

Neuraltherapie

www.neuraltherapie.at
Die Seite der “Österreichischen Medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie und Regulationsforschung”.
Einführung in die Methode, ihre Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Geschichte.
www.ignh.de
Informationen der "Internationalen Medizinischen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke  Regulationstherapie e.V."

Pflanzenheilkunde

Link zur Seite des 'Komitee Forschung Naturmedizin' führt u.a. zu Heilpflanzen- Dokumentationen und Presseberichten.

Symbioselenkung

de.wikipedia.org...
Übersichtsartikel der Wikipedia' mit weiterführenden Links zur Symbioselenkung bzw. 'Mikrobiologischen Therapie'.  

Umweltmedizin

www.allum.de
Das überaus informative 'Informationsangebot Allergie, Umwelt und Gesundheit'.























































Die biologische Behandlung des Reizdarms
Jürgen Flügge

Die biologische Behandlung des Reizdarms

2. erweiterte Auflage 2009
132 Seiten
ISBN13: 9783839122495

10,80 Euro

Portofrei lieferbar über Lehmanns Fachbuchhandlung

I N H A L T

Einleitung

I. Reizdarm - Beschreibung und Abgrenzung

Eine Begriffsbestimmung

Die aktuelle medizinische Deutung des Reizdarmsyndroms

Geschichtliches

Aufbau und Funktionen des Darms

Symptome des Reizdarmsyndroms

Die Klassifizierung des RDS
 
TIP - Wie man sich vor winterlichen, viral bedingten Brechdurchfällen schützen kann

Beschwerden des Oberbauchs und Reizdarmsyndrom

Symptome, die nicht typisch für ein RDS sind

Facetten des Reizdarmsyndroms

Vorangegangene Infektionen des Magen-Darm-Trakts

Unverträglichkeitsstörungen

TIP – Die Sache mit der Fettsucht...

Zöliakie

Reizdarm als Ausdruck einer Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie

Antibiotika als Wegbereiter von bakteriellen Fehlbesiedlungen und Pilzerkrankungen im Darm (Leseprobe siehe unten)

Hefepilze

Dünndarmüberwucherungs-Syndrom

Histamin

Gallensäure-Verlustsyndrom

Magnesium- und Kaliummangel

Nebenwirkungen von langfristig eingenommen Medikamenten

Unter- und Überfunktion der Schilddrüse

Mikroskopische Kolitis

Folgeerscheinungen eines langjährigen Diabetes mellitus

Untersuchungen

Die Behandlung der Reizdarmsymptome durch die Versorgungsmedizin

II. Wie hilft die Naturheilkunde ?

Allgemeine Ratschläge

Diätetik
(Leseprobe siehe unten) 

Auslaßversuche

Urlaub und Entspannung

Atemtherapie

Mikrobiologische Therapie

Enzymtherapie

Heilpflanzen zur Behandlung des Reizdarms

Heilerde

Weiterführende Adressen und Internet-Links

Anmerkungen





Leseprobe:

Antibiotika als Wegbereiter von bakteriellen Fehlbesiedlungen und Pilzerkrankungen im Darm

Der Siegeszug der Antibiotika begann am 12. Februar 1941. An diesem Tag wurde das von Fleming entdeckte Penicillin erstmals zur Behandlung eines Menschen eingesetzt. Ein Londoner Polizist hatte sich beim Rasieren geschnitten (Sicherheitsrasierklingen gab es noch nicht). Die Wunde war infiziert, bei dem Patienten kam es zu einer Blutvergiftung. Fünf Tage lang wurde er mit dem damals noch sehr schwer herzustellenden Penicillin erfolgreich behandelt, dann waren die wenigen Vorräte aufgebraucht. Leider dauerte die Kur nicht lange genug: die Infektion flammte wieder auf und der Patient verstarb. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs hin – die industrielle Herstellung des neuen Medikaments hielt mit dem Ausstoß der Rüstungsfabriken Schritt – konnte mit dieser Wunderwaffe der Medizin dennoch vielen verletzten alliierten Soldaten das Leben gerettet werden. In der Euphorie der 50er und 60er Jahre sah man bereits den endgültigen Sieg über die Infektionskrankheiten in greifbare Nähe gerückt. Der Leiter des amerikanischen Public Health Services, William Stewart, erklärte 1967: „The time has come to close the book of infectious diseases“. Vierzig Jahre später ist es für jeden offensichtlich, daß dieses Buch noch weitere Bände hat. Neue bakterielle und virale Infektionskrankheiten haben ihr Haupt erhoben, aber auch altbekannte Keime wie Tuberkulose-Erreger oder Staphylokokken zeigen ein erstaunliches Anpassungsvermögen und nehmen es mittlerweile spielend mit den letzten Reserveantibiotika auf.

Ein entscheidender Nebenschauplatz des 1941 mit den Antibiotika aufgenommen Kampfes gegen die Krankheitserreger ist der Darmtrakt. Er wird von schier unvorstellbaren Mengen unterschiedlicher Keime besiedelt: 15.000 bis 36.000 Spezies sollen sich einträchtig in seinem ewigen Dunkel tummeln, wie man seit kurzem vermutet [52].

Zunehmend deutlich wird, daß Antibiotika unter Umständen in der Lage sind, die im Laufe des Lebens etablierte Balance der bakteriellen Darmflora auch langfristig zu stören und damit pathogenen Keimen wie Clostridien, Klebsiellen, Staphylokokken und Pilzen wie etwa Candida albicans einen Überlebensvorteil im Darm zu bieten.

Zunächst jedoch stehen bei vielen antibiotisch Behandelten akute Durchfälle und Blähungen im Vordergrund. Die bisherige Lehrmeinung bezüglich antibiotikabedingter Durchfälle besagte, daß diese von selbst ausheilen, weil sich das Spektrum der normalen Darmkeime schnell wieder etablieren könne. Und in der Tat legen sich die Durchfälle meistens nach einer Weile von selbst wieder. Neue Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, daß dies nicht unbedingt zu einer Wiederherstellung des gesunden bakteriellen Milieus im Darm führt. So wird in einer englischen Untersuchung festgestellt, daß Patienten, die wegen einer Infektion Antibiotika eingenommen hatten, innerhalb der folgenden 4 Monate mehr als dreimal so häufig über Blähungen, Schmerzen, Durchfall usw. klagten als Patienten, die keine Antibiotika-Therapie erhalten hatten[53]. Schon 1998 kam eine andere Untersuchung zu dem Ergebnis, daß vor Beginn eines RDS übermäßig häufig Antibiotika gebraucht wurden[54].

Die Hintergründe hierfür sind leicht zu verstehen. Zu Beginn einer Antibiotika-Therapie (meist ambulant aufgrund von Infektionen der Atem- und Harnwege) gehört die normale und stabile Darmflora neben Infektionserregern zu den ersten Opfern einer Antibiotikatherapie. Die gewünschte antibakterielle Wirkung der Antibiotika richtet sich auch gegen die nützliche bakterielle Flora, die das innere Milieu im Darm aufrechterhält. Bei 10 bis 20 Prozent der mit Antibiotikawirkung in Verbindung gebrachten Durchfälle kommt es sogar zu einer schweren Darmentzündung, die als „pseudomembranöse Kolitis“ bezeichnet wird[55,56,57]. Auslöser hierfür ist besonders bei älteren Patienten der Keim Clostridium difficile bzw. dessen Toxine. Letztere werden für wäßrig-schleimige, manchmal auch blutige Durchfälle mit „Schleimhautfetzen“ wenige Tage nach Beginn einer Antibiotikagabe verantwortlich gemacht[58]. Vermutlich handelt es sich bei diesen schleimhautähnlichen Gebilden jedoch um eingedickten Schleim, der sich spontan von der Schleimhaut löst.

An der Verbreitung von Problemkeimem ist in erster Linie gar nicht einmal deren Aggressivität Schuld, denn sie befinden sich ja ohnehin ständig in der „freien Wildbahn“; auch im Darm von Gesunden sind sie in geringer Anzahl immer vorhanden. Vielmehr läßt eine stabile und gesunde Darmflora die übermäßige Vermehrung von Clostridien, Klebsiellen und Co. gar nicht erst zu. Die Gesamtheit der etablierten und mehr oder weniger nützlichen Darmkeime verhindert die Neuansiedlung pathogener Keime [59].

In der Mikrobiologie wird dies als Kolonisationsresistenz bezeichnet. Wird die nützliche Darmflora während einer Antibiotikatherapie jedoch reduziert, öffnen sich bei entsprechend disponierten Patienten in der Darmflora „Nischen" für Krankheitserreger. Am meisten leidet die Darmflora unter den sogenannten Breitspektrum-Antibiotika (die gegen viele unterschiedliche Keimarten wirksam sind).

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Anscheinend haben Menschen, deren Blinddarm entfernt wurde, schlechtere Chancen auf die Regeneration ihrer eingesessenen Darmflora. Kürzlich durchgeführte Mäuseversuche lassen es als wahrscheinlich erscheinen, daß der Blinddarm mehr ist als ein unsinniges Überbleibsel der Evolution. Möglicherweise dient er als Rückzugsort der gesunden Darmflora im Falle eines Darminfekts. Dies würde die schnellere und bessere Regeneration der Darmflora und die geringere Reizdarmwahrscheinlichkeit bei Menschen mit intaktem Blinddarm erklären[60].

Diverse Antibiotika verschaffen den pathogenen Bakterien also durch Reduktion der „guten“ Darmflora einen Überlebensvorteil und geben ihnen die Möglichkeit zur Ausbreitung. Die pharmazeutische Wunderwaffe Antibiotika wird schließlich in allen Lebensphasen gewohnheitsmäßig zur Behandlung von Infektionen des Urogenitaltrakts und des Atemtrakts (also v.a. bei Bronchitis, Mandelentzündung, Mittelohrentzündungen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen) eingesetzt. Meist werden Antibiotika oral verabreicht und schädigen die Darmflora direkt, aber auch in die Blutbahn injizierte Antibiotika gelangen teilweise über die Galle in den Darm. Ein Sonderfall der Reizdarmentstehung ist bzw. war die Behandlung der Pubertätsakne mittels Antibiotika. Vor Einführung eines neueren Medikaments (Roaccutan®) wurden nämlich früher oft Antibiotika eingesetzt, um der Vernarbung von Aknepusteln vorzubeugen. Ein großer Teil der RDS-Patienten könnte sich in diesem Lebensalter durch wohlgemeinte Antibiotika-Behandlungen sowie andere Veränderungen des Darmmilieus zu chronisch Darmkranken „ohne organischen Befund“ entwickelt haben.

Zumindest bei banalen Infektionen ist es langfristig meist besser, Infektionen auf naturheilkundliche Weise und ohne Antibiotika zu behandeln, zumal viele dieser Infektionen viraler Ursache sind und von daher ohnehin nicht antibiotisch behandelbar sind.

Diätetik

Bestimmte Nahrungsanteile und industriell hergestellte Zusatzstoffe sind nicht unbedingt die Verursacher eines Reizdarmsyndroms, mit Sicherheit aber deren Auslöser. Ihre gezielte Vermeidung mittels Diätführung kann die Symptome bessern und das Leben erträglicher gestalten. In seltenen Fällen kann auch eine Nahrungsmittelallergie hinter den Unverträglichkeiten stecken. Es wird geschätzt, daß nur 2% aller Reizdarmfälle auf einer Allergie beruhen, während die restlichen Fälle auf die eine oder andere Weise Unverträglichkeiten oder einer sogenannten Pseudoallergie wie etwa die auf Histamin (→ S. 69) zuzuschreiben sind. Eine echte Nahrungsmittelallergie sollte hiervon getrennt betrachtet werden. Allgemeine Empfehlungen zu allergischen Reaktionen lassen sich an dieser Stelle nur schwer geben, der entsprechende Abschnitt geht auf die Problematik ein (→ S. 101). Im Abschnitt 'Facetten des Reizdarmsyndroms' (→ S. 34) wurde schon auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten hingewiesen, die sich auf bestimmte Testungen und Laboruntersuchungen hin zu erkennen geben – vorausgesetzt, es wird überhaupt in dieser Richtung gesucht. Daß dies getan wird, ist ein Hauptanliegen dieses Buchs. In erster Linie sind Unverträglichkeiten auf Milchzucker und Fruchtzucker zu bedenken. Die konsequente Meidung der betreffenden Zuckerarten ist dann die wichtigste Maßnahme zur Besserung der Symptome. Ernährungstagebücher und Auslaßversuche (beschrieben auf Seite 101) offenbaren jedoch manchmal weitere direkte Reizdarm-Auslöser in der typischen Supermarktnahrung.

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Noch immer ist zu wenig bekannt, daß eine Fruchtzuckerunverträglichkeit hinter den Reizdarmbeschwerden stecken kann. Hierbei spielt einerseits der natürlich im Obst enthaltene Fruchtzucker eine Rolle. Fruchtzucker wird jedoch heute aufgrund seines im Vergleich zum Kristallzucker höheren Süßegrades und billigerer Herstellung zunehmend von der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt (→ S. 44). Die Hersteller profitieren vom Nimbus des „Natürlichen“, der diese Zuckerart umgibt. Um eine Fruchtzuckerunverträglichkeit nachzuweisen oder auszuschließen, sollte bei RDS wenigstens probeweise auf süße Getränke, Fruchtzucker-haltige Snacks usw. verzichtet werden, gleiches gilt für reine Obstsäfte sowie Obst und rohes Gemüse, vor allem am Abend. Ebenso sollten Austauschzucker wie Sorbitol oder Mannitol gemieden oder in einem Auslaßversuch auf Verträglichkeit geprüft werden.

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Wenn sich Brot und andere Backwaren als problematisch erweisen, wäre zunächst eine Zöliakie-Diagnostik beim Arzt anzustreben. Auf die Bedeutung solcher Untersuchungen wurde bereits auf Seite 53 hingewiesen. Es steckt nicht notwendig eine Zöliakie hinter einer Backwaren-Unverträglichkeit. Im wesentlichen gibt es vier Ursachen für reizdarmartige Reaktionen auf Brot und Getreideprodukte:

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Neue Wege

Die biologische Behandlung der Nasennebenhöhlen-
entzündung                
Schriftenreihe Naturheilkunde
Heft 1 - 3.Aufl. 2008 |  
Ansehen

Die biologische Behandlung der Arthrose
Schriftenreihe Naturheilkunde
Heft 2 - 1.Aufl. 2002 |
Ansehen

Die biologische Behandlung des Reizdarms
Schriftenreihe Naturheilkunde
Heft 3 - (2.Aufl. 2009) |
Ansehen

Die biologische Behandlung von Sodbrennen und Reflux
Schriftenreihe Naturheilkunde
Heft 4 - 1. Aufl. 2007 | 
Ansehen

Med-Infos

abcnews.go.com [E]
Aerztezeitung online
allafrica.com [E/F]
Artsennet [NL]
Arzneimittel-Telegramm
Arznei-Telegramm
Basler Zeitung
Bayerisches LGL
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Bundesminsterium für Gesundheit
und Soziale Sicherung (BMGS)
BfArM
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Gehirn & Geist
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, herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, Geschäftsfeld Medizin- Meteorologie, zusammen mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
bei ... www.offizin-online.de


Ozonbelastung
- Stündlich aktualisierte Ozonwerte und Prognosen des Umweltbundesamtes (354 Meßstellen)
www.umweltbundesamt.de